Andreas Bick
Andreas Bick wurde 1964 im niedersächsischen Marl geboren. 1983 zog er nach Berlin, wo er einige Jahre in Undergroundbands spielte. Daneben arbeitete er als Tontechniker und Musikproduzent. Mitte der 1990er Jahre war er als Musikpädagoge in der Hip-Hop Szene tätig, baute das Modellprojekt "Hip-Hop Mobil" auf und organisierte Musikaustauschprojekte in Kamerun und Los Angeles. Seinen Einstieg als Filmmusik-Komponist fand er 1996 mit der Produktion der Titelmusik zur Fernsehreihe "Sperling". Seither entstanden zahlreiche Musiken zu Kino-, Fernsehfilmen und Serien, darunter die Jugendserie "Berlin Berlin". Zudem realisierte er Klangkompositionen und Hörspielmusiken für verschiedene Radiosender.
2000 erhielt Andreas Bick für die Klangkomposition "dripping" den Prix Ars Acustica 2000 des WDR, zwei Jahre später für das Stück "windscapes" den Karl-Sczuka-Förderpreis. 2006 und 2007 entstanden die beiden Hörstücke "fire" und "frost pattern", mit denen er den Phonurgia Nova Preis 2008 gewann. Mit seiner neuesten Komposition "Chronostasis" erzielte er bei den New York Festivals Awards 2009 die World Silver Medal für den besten Sound. Zuletzt komponierte der 45-Jährige die Musik für die Tanztheater-Choreografie "The Waste Land" von Ismael Ivo, uraufgeführt in Venedig.
Text: Andreas Bick